Straßenbahn 1.0 🚋
Egal welches Verkehrsmittel man heutzutage mit anderen Personen benutzt, irgendwas ist immer oder besser formuliert – es gibt immer einen Grund an der Menschheit zu zweifeln.
Die Homo Sapiens vor 1 000 000 Jahren stapften noch fleissig vor sich hin. Später wurden Pferde, Esel und weitere Huftiere „eingespannt“, um Menschen / Waren etc. zu transportieren.
Durch den Fortschritt / Weiterentwicklung (Danke Trevithick, danke Edison, danke Tesla – also Nikola – nicht Elons-Brumm-Brumms, danke Benz, danke Otto usw.) kamen sowohl die Züge (eigentlich was Gutes, aber dann gibts die Deutsche Bahn) als auch die geliebten Autos u.v.m. zum Einsatz.
In diesem Beitrag geht es heute aber um die Straßenbahn (kurz Tram, Straba) bzw. eher um die Fahrgäste.
Ich versuche mich kurz zuhalten.
Die Fahrgäste, ob Tourist oder Einheimische, ob jung oder alt – egal, der Deppenanteil ist in etwa überall gleich groß.
- 1. Warten auf die Tram – oder wie ich sagen würde… ich bin ein Deppenmagnet
Man wartet auf seine Straßenbahn ( analog Bus / S-Bahn etc.) an der entsprechenden Haltestelle die bestimmt – ja ich musste googeln – zwischen 40 – 80 m lang ist.
Es sind vielleicht 3 oder 4 andere Personen anwesend, die ebenfalls vor Ort warten, aber – wichtiger Hinweis – nach mir eintrafen. Jetzt ratet mal – wir gehen von 40 m aus – ich steh ca. im 1/3 der Haltestelle – wo stehen diese Personen?
a) Person 1 5m von mir entfernt, Person 2 auch 5 m, Person 3 auch 5m.
b) Person 1 10m von mir entfernt, Person 2 steht neben Person 1, Person 3 ganz am Ende der Haltestelle.
c) Alle 3 Personen im Umkreis von 50 – 70 cm um mich herum.
Ich geh davon aus, dass alle die Antwort c getippt haben und ja, stimmt.
Und es ist unabhängig davon, ob ich zufällig in der Mitte stehe – am Anfang der Bahn oder am Ende, ob am Montag oder Freitag oder früh oder abends.
Vielleicht bin ich König/Königin der Deppen und weiß es nur nicht. 👑
Dann möchte ich aber auch bitte gehuldigt werden, hätte gerne ne Hymne und jeder Montag wird offiziell der Scheiß-auf-Montag-drink-nen-Cocktail-Tag.
Man darf ja noch träumen.
- 2. Die Tram kommt – oder anders formuliert, die Angst als Letzter einzusteigen
Alt vor Jung, Damen vor Herren – das scheint schon lang antiquiert zu sein, also lassen wir den Part aus.
Die Straba kommt… Panik bricht aus – oh mein Gott, wenn ich nicht als Erster einsteige habe ich verloren. Das scheint das Mantra vieler Fahrgäste in meiner Stadt zu sein.
Das ist das Eine, aber das Schlimmere – auch wenn der- oder diejenige einsteigt ist das Dilemma noch nicht vorbei.
Ich möchte das anhand einer fast leeren Tram beschreiben (bereits vorhandene Fahrgäste ca. 5):
Vor mir steigt ein Depp ein – es ist augenscheinlich leer, wo bleibt man erstmal gefühlt 5 Minuten stehen … natürlich direkt einen Schritt nach dem Einstieg – denn SIE SIND ALLEINE AUF DER WELT (dieser Satz wieder öfters in Blogeinträgen vorkommen – das ist gewiss).
Aber warum… lasst uns das philosophisch weiterbetrachten:
Ob links oder rechts weitergehen …. „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“ sang schon Xavier Naidoo und als er den Song schrieb, dachte er bestimmt an die schwierige Entscheidung, wo geh ich in hin – in einer leeren Tram.
Und dann …. man denkt … die Entscheidung ist gefallen … er/sie dreht sich nach links … man will gerade rechts dran vorbei, weil der Tram-Fahrer schon die Türen schließt *piep*piep*piep*, aber nein … man entscheidet sich spontan um und geht nach rechts.
Die einzige Frage, die ich dazu habe …. WARUM?
Falls ihr mir das erklären könnt, hätte ich dazu gerne eine ausgearbeitete 40 seitige PowerPoint-Präsentation. 😊😈
Meine aktuelle Variante um mit diesen Personen umzugehen: Rocky Balboa – Style, einfach auf die Seite verfrachten. 🥊
- 3. Platzwahl noch nicht getroffen – oder für die Unwissenden … die Bahn fährt einfach los
Es geht weiter… die Richtung ist gewählt, aber noch nicht der entsprechende Platz – Horror.
Will er/sie stehen oder sitzen, wenn sitzen – in Fahrtrichtung oder nicht, auf einem Einzelplatz – einen Zweier oder doch einen Vierer – Fragen über Fragen – halt nein …. Lebensentscheidungen.
Und jetzt kommt das Hinterhältige oder in diesem Fall der oder die Hinterhältige … der Tramfahrer/die Tramfahrerin … die fahren einfach nach gefühlt 1 sec. ( in Wahrheit eher nach 15 – 45 Sekunden – je nach Einstiegs- und Ausstiegsfrequenz) los.
Das geht so nicht … die entsetzten Gesichter, die widerspiegeln „Ich war noch nicht so weit, wie können Sie nur“. Auch oft zu beobachten bei dem Erwerb eines Tickets am Automaten.
Ob mit LV-Handbag (die Übersetzung für uns Geringverdiener -> Louis Vitton-Handtasche, die mit dem LV-Logo überall auf der Tasche) oder mit einem Bergsteiger-Rucksack (meist Studenten, die nach Hause fahren, damit Mutti die Klamotten mal wieder ordentlich wäscht) oder die gute-Laune-Prosecco-Mutti-Fraktion mit Ihren Rollköfferchen, die während der Fahrt vom Tramanfang zum Ende segeln und dabei gegackert wird, alle werden über den harschen Start der Fahrt überrascht.
Liebe VGN, liebe MVV, liebe BVG u.v.m. wie könnt ihr nur.
Spass beiseite, steigt einfach ein – natürlich erst die Leute aussteigen lassen, sollte die Bahn übervoll sein und die nächste kommt in 2 Minuten – nehmt bitte die Nächste und haltet euch fest, die Bahn muss wegen anderen idiotischen Verkehrsteilnehmern auch mal abrupt bremsen und dann segelt man ein paar Meter weiter (ja ist mir leider persönlich schon passiert im VVM – jetzt NVM).
Es gibt noch weitere Ereignisse / Geschehnisse zum Thema Öffentliche Verkehrsmittel oder Verkehr allgemein, dazu sicher mehr in weiteren Einträgen.
Wenn euch mein erster Blogeintrag erheitert hat, würde mich das freuen.
Liebe Grüße
Beta
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